Die Spritzdrohne im Steillagenweinbau

Weine aus Steillagen werden für Winzer immer mehr zum Problem, weil die Spanne zwischen Erlös und Herstellungskosten immer kleiner wird. Die preisintensive Herstellung und die sinkenden Verkaufspreise bringen die Existenz dieser besonderen Weine immer mehr in Gefahr.

Seit Anfang 2018 sind wir Teil eines Forschungsprojektes der Hochschule Geisenheim University und der Hessischen Staatsweingüter, das darauf abzielt, mithilfe von Schwerlastkoptern die Bewirtschaftungskosten im Steillagenweinbau zu senken. Das LOEWE Projekt (LandesOffensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz), welches vom Land Hessen finanziert wird, dient als Bindeglied zwischen Realwirtschaft und Forschung. Die eingesetzten Kopter sollen in Zukunft teilweise die Aufgabe der Spritzhelikopter übernehmen und automatisiert Pflanzenschutzmittel ausbringen.

Unsere Aufgabe ist es hierbei, die Multikopter über die Testweinberge zu fliegen und Pflanzenschutzmittel mithilfe einer Sprühvorrichtung auszubringen. Es werden unterschiedliche Multikopter verschiedener Gewichtsklassen verwendet, wobei der schwerste ein Abfluggewicht von 115 KG und eine Spannweite von 4,60 m besitzt.

Die Arbeit im Weinberg stellt an uns als Piloten und nicht zuletzt an die Technik sehr hohe Anforderungen.

 
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Tilo Ronschke